Unter dem diesjährigen Motto "Welt im Wandel - Museum im Wandel" bietet die Gedenkstätte Buchenwald interessierten Besuchern zwei Hintergrundführungen durch ihre Museen an.
Wegen dringend notwendiger Restaurierungsarbeiten und Instandsetzungsmaßnahmen am ehemaligen Desinfektionsgebäude ist die ständige Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald vorübergehend nicht zu sehen.
Das KZ Buchenwald (1937-1945) wurde zu einem Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen. Bis 1950 nutzten die Sowjets das Gelände für ein Speziallager, nach 1958 baute die DDR die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte" zur größten deutschen KZ-Gedenkstätte aus.
Nach 1990 wurde die Gedenkstätte neu konzipiert und für die Erinnerung an das Schicksal weiterer Opfergruppen geöffnet. Neue Ausstellungen ermöglichen den Blick auf die Zusammenhänge der Verbrechen.
Mittelbau-Dora war ein Zentrum der Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie im „Totalen Krieg“. Mehr als 20.000 Menschen überlebten die Zwangsarbeit in Bauprojekten und in der Raketenmontage nicht.
Bundeskanzlerin Merkel und ich haben gerade unseren Rundgang durch Buchenwald beendet. Ich möchte Herrn Dr. Volkhard Knigge danken. Er hat uns auf hervorragende Weise geschildert ...
Herr Präsident, Frau Bundeskanzlerin, Bertrand, meine sehr verehrten Damen und Herren, als ich heute hierher gekommen bin, war das ein wenig so, als ob ich das Grab meines Vaters besuchen würde...
Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora initiiert und gefördert von der Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft
Eine Ausstellung der Gesellschaft "Memorial" Moskau und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Schloss Neuhardenberg: 29. April (Eröffnung) bis 24. Juni 2012
Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. Die minutiöse Chronologie der Ereignisse zeigt, wie durch die 3. US-Armee die Herrschaft der SS beendet wurde und es der Untergrundorganisation gelang, das Lager und die Versorgung der befreiten Häftlinge zu sichern.
Am Ende des Krieges war bis zu einem Drittel der Häftlinge unter 21 Jahren. Aber auch Hunderte von Kindern, manchmal nicht älter als vier Jahre, waren vor allem im Kleinen Lager inhaftiert. Über 900 von ihnen konnten durch die Buchenwalder Untergrundorganisation gerettet werden.
Als die 3. US-Armee Anfang April 1945 das Außenlager Ohrdruf erreichte, war es das erste KZ, das durch die Westalliierten befreit wurde. Zum ersten Mal konnte sich die Weltöffentlichkeit ein Bild von den nationalsozialistischen Verbrechen in den Lagern machen.
Sofort nach der Befreiung Buchenwalds am 11. April 1945 begann die US-Armee mit der medizinischen Versorgung der häufig bis auf die Knochen abgemagerten befreiten Häftlinge. Die Erinnerungen der Sanitäter des 120. Evacuation Hospital geben einen Einblick in ihre Erlebnisse.